Das Vorprojekt kurz erklärt

Der Parkweg «La Diagonela» ist der Leitgedanke des Projekts – ein attraktiver Weg zum Flanieren und Verweilen. Er schlängelt sich diagonal durchs Dorf vom Inn bis zur Talstation der Bergbahnen.

Im Dorfzentrum führt der Parkweg durch eine verkehrsberuhigte und städtebaulich attraktiv gestaltete Begegnungszone. Hier vereinen sich die verschiedenen Projektelemente: die Via Maistra und Via da la Staziun, die Terrasse Cresta Palace und das Center da Sport, die Tiefgarage und Gebäude im Gebiet Punt Schlattain.

  • Erläuterungen zu den Projektelementen finden Sie in der untenstehenden Tabelle.
  • Alle Pläne und Berichte sind im Download-Bereich verfügbar.
  • Im Mitwirkungsbereich können Sie Ihre Meinung zum Projekt abgeben.
  • Tipp: Betrachten Sie das Projekt in der spannenden 3D-Umgebung!

Übersicht der Projektelemente

In der untenstehenden Tabelle werden die verschiedenen Projektelemente kurz erklärt: vom Parkweg «La Diagonela» über die Ausgestaltung der Dorfplätze bis zur Bachöffnung des Schlattain vegl.

Erkunden Sie das neue Dorfzentrum und die Strassenräume in einer virtuellen 3D-Umgebung. Sie können frei durchs Dorf navigieren und die geplanten Bauwerke und Gestaltungselemente von allen Seiten und Perspektiven betrachten.

Der Parkweg La Diagonela verbindet die Landschaftsräume Inn und Berg mit dem Dorfzentrum. Er schafft eine attraktive Strecke für Freizeit und Sport und bildet gleichzeitig eine wichtige Verbindung für den Fussverkehr.

Der Parkweg ist behindertengängig und ohne Treppen und Stufen ausgestaltet. Er zeichnet sich durch einen einheitlichen Belag aus, der sich klar vom regulären Trottoirbelag der Gemeinde unterscheidet. Vorgeschlagen wird ein beige-brauner Asphalt.

Mit der Pflanzung von Lärchen und Arven soll eine hainartige Gestaltung der Parklandschaft erreicht werden.

-> Parkweg "La Diagonela" in der 3D-Umgebung

-> Video-Rundgang

Die Terrasse Cresta Palace ist das Herzstück des Projekts. Geplant ist eine Platzerweiterung auf Strassenniveau, so dass eine einheitliche, ebene Fläche entsteht. Diese «Aussichtsterrasse» macht das neue Dorfzentrum zu einem Ort des Treffens.

Um eine hohe Aufenthaltsqualität zu erzielen, wird der Platz mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und einem Brunnen ausgestaltet. Bei der Bushaltestelle (Richtung Samedan/Pontresina) entsteht zudem ein kleiner Wartepavillon mit Kiosk und Toiletten.

Im gleichen Schritt wird die Situation beim Center da Sport aufgeräumt und besser genutzt.

-> Terrasse Cresta Palace in der 3D-Umgebung

Infolge der Strassenraumerweiterung (Terrasse Cresta Palace) werden die darunterliegenden Gebäude ebenfalls angepasst und optimiert. Durch das Anfügen einer Arkade wird die Fassade zum Sportplatz hin als architektonische Einheit zusammengefasst und ein geschützter Vorbereich geschaffen

Die Räume im hinteren Teil der Anlage bleiben so weit wie möglich bestehen: Technikräume, Nasszellen, Küche. Im vorderen Teil sind verschiedene Optimierungen vorgesehen: zum Beispiel grosszügigere Garderoben, ein neuer Sanitätsraum oder grössere Lagerräume für die Vereine. Zudem ist ein Vereinslokal mit eigener Küche vorgesehen.

Der Essbereich und die Holzterrasse des Restaurants werden ebenfalls umgebaut. Die Sportanlagen (Sommer) werden erneuert und anders angeordnet.

-> Center da Sport in der 3D-Umgebung

-> Video-Rundgang


Der markante Kreisel im Dorfzentrum wird in eine als Begegnungszone ausgestaltete Strassenkreuzung mit Rechtsvortritt umgestaltet.

Das bedeutet: Die Höchstgeschwindigkeit beträgt hier 20 km/h. Fussgängerinnen und Fussgänger sind gegenüber dem motorisierten Verkehr vortrittsberechtigt und dürfen die ganze Verkehrsfläche frei benützen. Wer zu Fuss geht, darf Fahrzeuge jedoch nicht unnötig behindern.

Die Begegnungszone umfasst die ganze Dorfmitte vom Hotel Cresta Palace über die Kreuzung hinweg ins Gebiet Punt Schlattain. Sie wird mit beigefarbenen Querstreifen und Gestaltungselementen hervorgehoben.

-> Kreuzung Punt Schlattain in der 3D-Umgebung


Den motorisierten Verkehr auf der Via Maistra einzudämmen, ist ein wichtiges Projektziel. Deshalb wird bei der Gestaltung des Strassenraums primär auf die Fussgängerbedürfnisse eingegangen.

Durch attraktiv gestaltete Orte (Begegnungszone in der Dorfmitte, Plätze in den historischen Dorfkernen) erhält der Fussverkehr flächige Querungsmöglichkeiten an wichtigen Stellen. Zudem bekommt die Fahrbahn eine verkehrsberuhigende Linienführung.

Bushaltestellen und Wartepavillon

Die Bushaltestellen «Cresta Palace» und «Trais Fluors» werden behindertengerecht mit 22 cm hohen Haltekanten geplant. Alle Vier Haltestellen werden mit einem Witterungsschutz ausgestattet.

-> Via Maistra in der 3D-Umgebung

-> Video-Rundgang


Die Via da la Staziun soll im Hochbetrieb vor allem dem Busangebot dienen, zudem ist der landschaftliche Charakter zu stärken. Die Fahrbahnbreite ist auf 5,60 m ausgelegt (Begegnungsfall LW/LW bei Tempo 20).

Der Strassenraum wird von einem einseitigen Trottoir flankiert. Im oberen Bereich wird das Trottoir auf 2,50 m verbreitert. Dadurch kann die Fussgängererschliessung mit dem Bahnhof optimiert werden.

Entlang der gesamten Via da la Staziun ist eine einseitige Baumallee aus Zitterpappeln geplant. Zudem soll ein offener Bach zwischen den anliegenden Parzellen und dem westlichen Trottoir geführt werden: der Schlattain vegl.

-> Via da la Staziun in der 3D-Umgebung

-> Video-Rundgang


Nicht nur das Dorfzentrum, sondern auch andere wichtige Orte im Dorf werden attraktiver gestaltet:

  • Plazza Baselgia Crasta
  • Plazza Chesa Cumünela
  • Plazza Baselgia Catolica
  • Plazza Curtin San Gian (Platz vor dem Coop-Supermarkt)

Das Ziel ist, aufgewertete Gesamträume über die Strasse hinweg zu schaffen. Ausgesuchte historische Gebäude an den genannten Dorfplätzen werden nachts beleuchtet.

-> Zur Plazza Baselgia Crasta in der 3D-Umgebung

-> Zur Plazza Chesa Cumünela in der 3D-Umgebung

-> Zur Plazza Baselgia Catolica in der 3D-Umgebung

-> Zur Plazza Curtin San Gian in der 3D-Umgebung

Bis ins Jahr 1944 trennte der Schlattain die beiden Dorfteile Crasta und Celerina. Künftig könnte wieder ein Dorfbach neben der Via da la Staziun fliessen: il Schlattain vegl.

Projektiert ist ein offenes Gewässer in einem möglichst natürlichen Gerinne entlang der gesamten Via da la Staziun. Bei den Grundstückszufahrten wird der Schlattain vegl mit befahrbaren, robusten Gitterrosten versehen.

Vorgeschlagen wird, den Ovelin da Tschainas umzulegen (teilweise oder komplett). Auf diese Weise könnte das Gewässer ökologisch aufgewertet werden. Ein weiterer Vorteil: die Hochwassergefährdung im Dorf würde grossflächig reduziert.

-> Schlattain vegl in der 3D-Umgebung

Möglichst viele Parkplätze auf zwei unterirdischen Geschossen, dazu ein effizientes Erschliessungssystem: Das soll die Tiefgarage im Gebiet Punt Schlattain bereitstellen können.

Die Ein- und Ausfahrt wurde im Vergleich zum Wettbewerbsprojekt von der Vietta Clos (Nähe Schulhaus) direkt an die Via da la Staziun verlegt. Die neue Position ermöglicht den Strassen- und Fussgängerverkehr besser zu entflechten.

Total sind 277 Parkplätze geplant, 240 öffentliche und 37 private. Der zentrale Hauptzugang befindet sich im Pavillon an der Kreuzung Via Maistra/Via da la Staziun

Pavillon für Café/ Bistro und Bäckerei

Der filigrane und transparente Pavillon hat ein grosses Oblicht, das die offene Küche mit Tageslicht versorgt. Die massive Rückwand ist in Bruchsteinmauerwerk angedacht. Der verglaste Teil wird von Lärchenholzstützen rhythmisiert.

Langlauf- und Bikezentrum

Im Einfahrtsgebäude der neuen Tiefgarage ist eine zusätzliche Nutzung vorgesehen. Auf 100 m2 entsteht eine grosse Ladenfläche für ein Langlauf- und Bikezentrum, hinzu kommen Lagerräume und Toiletten im ersten Untergeschoss.

Feuerwehrstützpunkt

Ursprünglich wurde vorgeschlagen, Langlaufzentrum und Feuerwehrstützpunkt in einem Gebäude zu kombinieren. Aufgrund der zusätzlichen Eingliederung der Einfahrtsrampe ist dies nicht mehr möglich. Der Feuerwehrstützpunkt ist neu am Standort Grevas geplant.

Wohn- und Gewerbebauten

Die vier Wohn- und Gewerbebauten werden als Gruppe an das gewachsene Dorf angegliedert. Sie orientieren sich bezüglich Stellung und Massstäblichkeit an der bestehenden Dorfkörnung und bilden ein in sich stimmiges Ensemble.